Roman Catholic Church of St Mary

Die römisch-katholische Kirche St. Mary in Dunstable, Großbritannien ist denkmalgeschützt. Sie wurde 1962-1964 nach den Entwürfen von Desmond Williams, Gründer von Ellis Williams Architects, erbaut.

Desmond Williams, der 1970 Ellis Williams Architects gründete, ist als Architekt für seine innovativen Kirchenbauten bekannt geworden, zu einer Zeit großen Wandels in der sakralen Baukunst.

Das Gotteshaus St. Mary ist ein frühes Beispiel für den Einfluss der Liturgischen Bewegung auf die Kirchenarchitektur. Hier wurden die Reformen aus dem Zweiten Vatikanischen Konzil vorausschauend umgesetzt. Im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert wuchs die Mitgliederzahl der römisch-katholischen Kirche in England. Dies erhöhte den Bedarf an neuen Kirchenbauten.

Die Kirche St. Mary ist ein Rundbau. Im Innenraum ist der Altar jedoch vor der Gemeinde angeordnet, anders, als z.B. in der Anglican Church of St.  Paul oder der Metropolitan Cathedral of Christ the King in Liverpool, bei denen der Altar das Zentrum des Innenraums bildet. Der Entwurf von Desmond Williams kann trotzdem als wegweisend betrachtet werden, da er die Gemeinde im Halbrund dicht an den Altar rückte. Hierdurch wurde der Vorgabe des Zweiten Vatikanischen Konzils nach mehr Einbeziehung der Gläubigen in den Gottesdienst vorausschauend Rechnung getragen (s. auch „Konstitution über die heilige Liturgie“ 1963). Die liturgische Ausgestaltung der Kirche in Dunstable ist denen später gebauter Gotteshäuser sehr ähnlich, z.B. der Roman Catholic Cathedral in Clifton (1969-1973).

Angrenzend an den Kirchenneubau wurden ein zeitgenössisches Presbyterium und Büroräume geschaffen. Nördlich davon schließt sich ein Garten der Erinnerung an (2000). Seit ihrer Fertigstellung wurde die Kirche nicht wesentlich verändert. Lediglich die Taufkapelle wurde in einen kleinen Shop umfunktioniert.

Desmond Williams and Associates haben eine Reihe von modernen Kirchenbauten entworfen, z.B. die Roman Catholic Church of St. Augustine in Manchester (1966-1968) und die Roman Catholic Church of St. Michael in Penn (1967-1968). Beide stehen ebenfalls jetzt unter Denkmalschutz. Nach der Partnerschaft mit Arthur Farebrother gründete Desmond Williams sein eigenes Büro in Manchester. Dieses schloss sich dann mit Wand J B Ellis zu Ellis Williams Architects zusammen. Das Lebenswerk von Desmond Williams wurde durch den 1988 verliehenen Verdienstorden OBE (Order of the British Empire) gewürdigt.

Unser Büro arbeitet z.Z. für dieselbe Diözese, die Northampton Diocese. Das Besucherzentrum der Northampton Cathedral wird gerade fertiggestellt. Desmond Williams Sohn Dominic Williams ist der leitende Direktor bei diesem Projekt.

Desmond Williams OBE sagte dazu: „Die kreisförmige Anordnung sollte so viele Gemeindemitglieder wie möglich in die Nähe des Altars bringen. Dies macht die Gottesdienste nachweislich attraktiver für die Menschen. Für die Deckengestaltung habe ich mich von meinen früheren Besuchen der Kings College Chapel in Cambridge inspirieren lassen.“

Dominic Williams, Director bei Ellis Williams Architects sagte dazu: “Es ist großartig, dass wieder ein von meinem Vater entworfenes Gebäude unter Denkmalschutz gestellt wird. Es ist großartig, dass wieder ein von meinem Vater entworfenes Gebäude unter Denkmalschutz gestellt wird. Die Ausbildung der Decke gefällt mir besonders gut: Das komplexe Fächergewölbe verschmilzt hier mit den zweifarbigen Metall-Lamellen zu einer überzeugenden zeitgenössischen Interpretation.“

Concept Stage Sketch

Roman Catholic Church of St Mary, sketch