Archäologisches Museum Vani, Georgien

The Vani Archaeological Museum-Reserve

Das Archäologische Museum Vani wurde ursprünglich 1981 als historisches Museum gegründet und öffnete 1985 erstmals für die Öffentlichkeit.

Der Museumskomplex befindet sich auf einem Hügel unweit der Stadt Vani im Westen von Georgien, am Ufer des Flusses Rioni. Das Museum zeigt den größten Teil der auf der benachbarten Ausgrabungsstätte gefundenen Stücke. Diese sind teils von höchstem nationalem und kulturellem Wert. Die Ausstellung bildet den Zeitraum von 800 v. Chr. bis 100 n. Chr. ab. Die Dauerausstellung präsentiert historisches Baumaterial und Goldschmiedearbeiten sowie einzigartige Bronzefiguren und –fragmente. Das Museum wurde nach dem berühmten georgischen Archäologen Otar Lordkipanidze benannt.

Eine zeitgemäße konservatorische Bearbeitung und die Präsentation der neu ausgegrabenen Funde erforderten den Umbau und die Erweiterung des bestehenden Gebäudes. Bauherr ist das georgische Ministerium für Regionalentwicklung und Infrastruktur, finanziert durch den kommunalen Entwicklungsfonds und die Weltbank.

Grundlage für den Entwurf war der Wunsch, die Ausstellungen für die Besucher erfahrbarer zu gestalten und die Verbindung zu dem umgebenden archäologisch wertvollen Gelände herzustellen. Es wurde ein Konzept erarbeitet, welches insbesondere die Eingangssituation, den Bezug zur Umgebung und die Besucherlenkung verbessert und Raum für zusätzliche, flexibel nutzbare Ausstellungsflächen, eine Cafeteria und ein Auditorium bietet. Das Bestandsgebäude wurde hierfür um einen dreigeschossigen Neubau erweitert. Das abgewinkelte Volumen fügt sich an die süd-östliche Seite des Altbaus an. Eine gläserne Fuge verbindet die beiden massiven Bauteile.

Das Materialkonzept basiert auf der Idee, die Fassaden der beiden Gebäudeteile als Gebäudeeinheit zu präsentieren, ihre unterschiedlichen Charaktere jedoch hervorzuheben. Die Fassadenverkleidung wird aus glasfaserverstärkten Betonpaneelen in monolithischer Formsprache geplant. Hierbei erscheint der neue Anbau in Weiß mit glatter Oberfläche, das Bestandsgebäude in Mocca Braun in den drei Oberflächenausführungen glatt, gebürstet und sandgestrahlt. Die neue Glasfassade der ursprünglichen Museumsfront ist mit bronzefarbenen, in sich gedrehten, eloxierten Aluminiumbändern verkleidet. Der Bronzeschimmer reflektiert die Exponate der Museumsausstellung.

Die Fertigstellung der beiden Gebäudeteile ist nun erfolgt. Die Wiedereröffnung des Museums ist für Juli 2020 geplant.

“Wir möchten betonen, dass es ein großes Privileg war, mit Ihnen zusammenzuarbeiten. Wir hoffen, dass Ellis Williams Architects auch zukünftig an der Planung und Umsetzung unserer Projekte beteiligt sein wird”

Prof. Dr. David Lordkipanidze, Generaldirektor des Georgian National Museum

The Vani Archaeological Museum-Reserve
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