BALTIC Centre for Contemporary Art, Gateshead

Baltic external

The Baltic Mills war ein nicht mehr genutzter Getreidespeicher am Südufer des Flusses Tyne in Gateshead, einer Stadt im Nordosten von England. Die Denkmalschutzbehörde hat ihn wegen seiner außergewöhnlichen Struktur und Form für eine Umnutzung vorgemerkt. Dominic Williams setzte sich bei dem zugehörigen Wettbewerb mit seinem Entwurf durch und wurde vom Stadtrat Gateshead mit der Sanierung beauftragt. Dabei hat er eng mit der Galerie zusammengearbeitet, um die räumliche Vertikalität des Konzeptes umzusetzen. Er leitete ein sorgfältig ausgewähltes Team aus Planern.

Im Zuge des Entwurfsprozesses waren detaillierte Abstimmungen mit Teilhabern, Künstlern und verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen nötig. Das Raumkonzept erlaubt flexible neue Nutzungen unter Beibehaltung der ursprünglichen Entwurfsidee. Verwaltungsräume und Unterrichtsräume sind zentral im Gebäude untergebracht. Das Konzept erkundet die Beziehungen zwischen kreativem Schaffensprozessen und sozialem Miteinander. Die gegebenen Gebäudestrukturen des Getreidespeichers bilden hierfür eine spannende Kulisse.

Die Räume der Galerie sind dafür konzipiert, zeitgenössische Kunst, speziell Medienkunst auszustellen. Für den Schaffensprozess stehen ein Filmstudio, Künstler-Studios und Workshop-Bereiche für die Bildungsarbeit zur Verfügung. Es gibt zudem eine Reihe von Räumen, die für akustische Nutzungen ausgerüstet sind wie z.B. Film- oder Tonvorführungen. Alle Flächen können durch einen großen Service-Aufzug leicht für neue Ausstellungen umgestaltet werden.

Die vertikale tragende Struktur des Bestandsgebäudes wurde genutzt, um große stützenfreie Flächen zwischen der nördlichen und südlichen Ziegelfassade zu schaffen. Der Umfang des Silos blieb dabei erhalten. Diese Flächen werden durch Glas-Lifte erschlossen. Die zusätzliche Treppe erwächst innerhalb schlanker Lamellen. Sowohl Lifte als auch Treppen spiegeln das 2,5-m-Raster des Original-Entwurfs wider. Eine Reihe von Aussichtspunkten innerhalb und außerhalb des Gebäudes ermöglichen beeindruckende Blicke auf die umgebende Stadtlandschaft. Vom neuen Restaurant mit Bar auf der obersten Dachebene kann man z.B. eine Panoramaaussicht auf den Fluss und die Stadt genießen.